Im 2. Semester beschäftigen wir uns mit den römischen Modellen zur Erklärung der Welt
Religionen und Philosophien bieten den Menschen seit jeher Erklärungen über die Existenz dieser Welt, über unsere menschliche Existenz und über den Sinn des Lebens. Die Römer haben mit ihrer Mythologie und ihren Gottheiten versucht, die Unberechenbarkeit der Natur, Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten zu erklären. Sogenannte aitiologische Dichtungen, wie sie Ovid in seinem Meisterwerk, den Metamorphosen, zusammengefügt hat, waren stets Versuche, diese Welt zu erklären.
Und wie sah das im Mittelalter aus? Welche neuen Erklärungsmodelle brachten aufkommende Wissenschaften wie Astronomie, Physik und Biologie? Welche Gefahren sahen darin die Kirchen?
Und wer erklärt heute die Welt? Welche Macht besitzen dabei die Medien, die Religionen, die Politik, die Wissenschaft und selbsternannte Heilsbringer wie Reichsbürger oder Verschwörungsideologinnen? Und welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz?
Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema soll euch darin stärken, Wahrheiten zu hinterfragen und euch in dieser Welt zu positionieren.
