Ulrich-von-Hutten-Gymnasium

Im 1. Semester werden vorrangig Briefe von Cicero und Plinius gelesen, in denen sie uns so manches über das alltägliche Leben in Rom berichten.

Aus diesen Briefen können wir viel erfahren über die Liebe zur Gattin, über die Liebe zum Sohn, über die Behandlung der Sklaven, über das Leben auf dem Forum, über die Pflichten des reichen Römers, über seine Freizeit und die antike Medizin. Was hat ein typischer Römer über seine Ehe gedacht, hat er seine Ehefrau vermisst, worüber hat er sich Sorgen gemacht? All das bringen uns diese Schriften nahe und wir entdecken, dass menschliche Gefühle über so viele Jahrhunderte doch recht ähnlich sind.

Aber konnte ein Römer über sein Leben frei entscheiden? Konnte er entscheiden, wie er leben möchte? Und wie war das bei den Frauen? Besaßen sie überhaupt irgendeine Definitionsmacht über ihr Leben? Und wie sah das bei den Sklaven und Sklavinnen aus?

Ausgehend von diesen Fragen schauen wir uns Lebensentwürfe im Mittelalter und in der Neuzeit an. Die Schlussbetrachtung soll aufzeigen, ob wir heute andere Möglichkeiten der freien Entfaltung besitzen und ob auch uns heute Grenzen gesetzt werden.